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Umweltschutz und Klimaneutralität

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Neue Prioritäten setzen:
Klimaneutralität entscheidet unsere Zukunft.

Als Unternehmen, das Teil einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe ist, stehen wir zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung und wollen mit freiwilligen Emissionsreduzierungen und dem Ausgleich von unvermeidbaren Emissionen die Umwelt schützen und dem Klimawandel wirkungsvoll begegnen.

Unser aktueller Beitrag zu diesem Ziel ist – neben der ständigen Reduktion unserer CO2-Emissionen – eine Neutralisierung unseres CO2-Fußabdrucks, also der Menge an Treibhausgasen (gemessen in CO2-Äquivalenten), die direkt und indirekt durch unser Unternehmen entstehen. Berücksichtigt sind dabei die aufkommenden Emissionen von Rohstoffen, der Produktion, von Transport und Handel, der Nutzung, des Recyclings und der Entsorgung.

Mit dem Ergebnis können Einflüsse auf das Klima bewertet und verglichen werden. Notwendige Minderungspotenziale können erkannt, Maßnahmen erarbeitet und deren Wirksamkeit bewertet werden.

Der ökologische Fußabdruck: von neutraler Instanz berechnet

Mit der Berechnung des CO2-Fußabdrucks unseres Unternehmens haben wir die Nachhaltigkeitsberatungsgesellschaft Fokus Zukunft GmbH & Co. KG beauftragt. Die Emissionsbilanz wurde unter der Anwendung der offiziellen Richtlinie des GHG Protocol (Greenhouse Gas Protocol/Treib­hausgasprotokoll) berechnet.

In die Berechnung wurden die sieben vom Weltklimarat (IPCC) und im Kyoto-Protokoll festgelegten Haupttreibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH), Distickstoffmonoxid (Np), Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs), Perfluorcarbone (PFCs), Stickstofftrifluorid (NF) und Schwefelhexafluorid (SF6) einbezogen.

Nicht jedes dieser sieben Haupttreibhausgase ist gleichermaßen wirksam. Methan ist z. B. 21-mal so klimaschädlich wie CO2, Distickstoffmonoxid 310-mal und Schwefelhexafluorid sogar 14.000-mal. Um die Emissionen miteinander zu vergleichen, wurden daher alle Treibhausgase auf CO2 umgerechnet. Man spricht dann von CO2-Äquivalenten. Die Umrechnung der bei CONSTAB erhobenen Verbrauchsdaten erfolgte mittels Emissionsfaktoren, welche die Emissionen je Einheit (z. B. je Kilowattstunde Strom oder Liter Benzin) angeben.

Für die Jahre 2022-2023 können wir durch den freiwilligen Einsatz von 100% Ökostrom unseren ökologischen Fußabdruck gegenüber den Vorjahren deutlich verkleinern, da wir damit die SCOPE 2 Emissionen gänzlich auf Null herunterfahren.

Einflussfaktoren für den ökologischen Fußabdruck

  • Wärmeverbrauch
  • Kraftstoffverbrauch im Unternehmen
  • Stromverbrauch
  • Fernwärme / -kälte
  • Vorgelagerte energiebezogene Emissionen
  • Geschäftsreisen und Hotelübernachtungen
  • Arbeitswege der Mitarbeiter
  • Abfallaufkommen / Abwasser im Unternehmen
  • Verbrauchsmaterialien Produktion und Büro

Fundamentales Ziel ist die globale Reduzierung von Emissionen

Nach 2020-2021 haben wir nun auch für die Jahre 2022 und 2023 die Klimaneutralität* erlangt, sodass wir langfristig unsere verbleibenden, unvermeidbaren firmenbezogenen Emissionen freiwillig durch Kompensation ausgleichen und damit weiterhin klimaneutrales* Unternehmen sind. Zusätzlich können wir durch den Wechsel zu 100% Ökostrom unsere Emissionen deutlich reduzieren. Diese Kapazitäten wollen wir in Zukunft für die Klimaneutralitäts-Zertifizierung* einzelner unserer Produkte einsetzen.

Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks

2020 - 2021 (7.462 Tonnen CO₂e)80%
2022 – 2023 (4.144 Tonnen CO₂e)45%

Mit Zertifikaten geförderte Projekte

Wir legen großen Wert auf seriös recherchierte und validierte Projekte beim Kauf von Klima-Zertifikaten. Auch in den vergangenen Jahren haben wir Projekte unterstützt, um unseren CO₂ Fußabdruck auszugleichen. In dieser Übersicht können Sie sehen, welche Unternehmungen wir unterstützen und welche Ziele der UN sie fördern.

Indien. Das Karcham-Wangtoo Projekt am Fluss Sutlej

Die indische Regierung und die Regierung von Himachal Pradesh (GOHP) haben den Fluss Sutlej als wichtige Wasserkraftquelle identifiziert und Wasserkraftprojekte entlang des Flusses und seiner Nebenflüsse eingeleitet. Das Wasserkraftprojekt Karcham-Wangtoo ist Teil eines vom GOHP vorgeschlagenen Gesamtentwicklungsplans für das Potenzial des Sutlej-Einzugsgebiets. Das Projekt wird von Jaypee Karcham Hydro Corporation Limited durchgeführt entwickelt, um die akute Stromknappheit zu verringern.

Die Projektaktivität wird jährlich 4463,88 GWh Energie liefern und das ganze Jahr über eine Spitzenleistung von 1000 MW. Auf diese Weise wird die Notwendigkeit des Baus eines mit Kohle, Gas oder Öl befeuerten Wärmekraftwerks mit ähnlicher Kapazität für die Versorgung des hauptsächlich auf fossilen Brennstoffen basierenden regionalen Stromnetzes verzögert, was zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen in der Atmosphäre führt.

Validierer: TÜV Nord
Zertifikatsstandard: UN CER

Folgende UN-SDGs werden hier unterstützt:

  • Ziel Nr. 7: Bezahlbare und saubere Energie
  • Ziel Nr. 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Ziel Nr. 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • Ziel Nr. 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Brasilien. Nutzung von Wasserkraft im Foz do Chapecó Project

Das von Foz do Chapecó Energia S/A entwickelte Wasserkraftprojekt Foz do Chapecó besteht aus der Installation eines Wasserkraftwerks mit einem Stausee, der sich am Rande der Gemeinde Águas de Chapecó im Bundesstaat Santa Catarina und der Gemeinde Alpestre im Bundesstaat Rio Grande do Sul befindet. Die installierte Gesamtleistung des Projekts beträgt 855 MW, bestehend aus vier Sätzen von hydroelektrischen Francis-Turbinen mit einer Nennleistung von 217,14 MW und einer Nennleistung des Stromgenerators von 213,75 MW, mit einer prognostizierten Stromabgabe an das Netz von 3.784.320 MWh pro Jahr.

Ziel des Projekts ist es, die hydrologischen Ressourcen des Uruguay-Flusses zu nutzen, um emissionsarmen Strom für das brasilianische Verbundnetz zu erzeugen und damit relativ kohlenstoffintensiven Strom zu ersetzen und die Treibhausgasemissionen (THG) zu reduzieren. Die Projektteilnehmer erkennen an, dass diese Projektaktivität Brasilien aus folgenden Gründen hilft, seine Ziele zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.

Validierer: Bureau Veritas
Zertifikatsstandard: Verified Carbon Standard (a Verra Standard)

Folgende UN-SDGs werden hier unterstützt:

  • Ziel Nr. 7: Bezahlbare und saubere Energie
  • Ziel Nr. 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Ziel Nr. 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • Ziel Nr. 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Uganda. Wasserkraft für die Entwicklung der Region.

Das Bujagali-Wasserkraftprojekt: Mit dem Bujagali-Wasserkraftprojekt entsteht am Abfluss des Nils aus dem Viktoriasee im Südosten Ugandas eine moderne Energiegewinnungsanlage. Der Projektsponsor ist Bujagali Energy Limited (BEL).

Die installierte Kapazität des Projekts besteht aus fünf 52,7-MW-Turbinen. Deren Leistung trägt zum 90%igen Anteil von erneuerbaren Energien im ugandischen Stromnetz bei. Damit zählt das Land zu den saubersten Stromerzeugern weltweit.

Einwohner und Wirtschaft Ugandas litten lange unter Strommangel; mit den Jahren wurde das Problem immer gravierender. Während ein Notprogramm der Regierung mit thermischer Stromerzeugung kurzfristig aushilft, sollen von Projekten wie diesen langfristig die Region und das ganze Land profitieren.

Der Entwickler BEL wendet zusätzlich 2,8 Millionen US-Dollar für Projekte auf, die von Umweltschutz über Gesundheit, Hygiene und Bildung bis hin zu Landwirtschaft und Berufsausbildung reichen, sowie für andere Gemeindeentwicklungsprogramme.

Folgende UN-SDGs werden hier unterstützt:

  • Ziel Nr. 1: Keine Armut
  • Ziel Nr. 2: Kein Hunger
  • Ziel Nr. 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • Ziel Nr. 4: Hochwertige Bildung
  • Ziel Nr. 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
  • Ziel Nr. 7: Bezahlbare und saubere Energie
  • Ziel Nr. 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Ziel Nr. 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • Ziel Nr. 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • Ziel Nr. 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
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Indien. Sauberer Strom statt fossiler Energie

Das Karcham-Wangtoo-Projekt: Der Fluss Sutlej im Norden Indiens bietet großes Potenzial zur Gewinnung von Wasserkraft. Des­halb haben die indische Regierung und die Re­gierung des Bundesstaates Himachal Pradesh (GOHP) Wasserkraftprojekte entlang des Flus­ses und seiner Nebenflüsse eingeleitet. Das Kar­cham-Wangtoo-Projekt wird mit einer Leistung von jährlich 4.463,88 GWh und einer Spitzenleis­tung von 1.000 MW die akute Stromknappheit der Region verringern.

Das Projekt reduziert die Notwendigkeit des Baus eines mit fossilen Brennstoffen betriebenen Wär­mekraftwerks mit ähnlicher Kapazität, was zu ei­ner erheblichen Reduktion der Treibhausgasemis­sionen in der Region führt.

Folgende UN-SDGs werden hier unterstützt:

  • Ziel Nr. 7: Bezahlbare und saubere Energie
  • Ziel Nr. 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Ziel Nr. 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • Ziel Nr. 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Wir unterstützen gerne die Aufforstung – auch in Südamerika

Zusammen mit unserem Partner Treedom hat CONSTAB einen „Unternehmenswald“ in Kolumbien gegründet und dort zu Beginn 200 Bäume von lokalen Kleinbauern pflanzen lassen. Hierdurch soll nicht nur aktiv dem Klimawandel durch CO2 Speicherung entgegengewirkt werden, sondern die Kleinbauern vor Ort sollen auch ganz bewusst nachhaltig in ihrer Existenz unterstützt werden. Beide Zielsetzungen stehen im Einklang mit einigen der Sustainable Development Goals (SDGs) der UN und passen somit hervorragend zu CONSTABs Nachhaltigkeitsprogramm. CONSTAB möchte den „Unternehmenswald“ außerdem in der Zukunft kontinuierlich ausbauen und durch das Verschenken von Baumpatenschaften Mitarbeiter und andere Stakeholder gleichermaßen für dieses wichtige Anliegen sensibilisieren.

Zum Projekt

*durch Kompensation mit Klimaschutzzertifikaten